Stickwalking-Technik

Stickwalking® basiert auf der natürlichen Gehbewegung des Menschen (Diagonal- oder gegengleiche Bewegung): macht der rechte Fuß einen Schritt, schwingt der linke Arm mit und umgekehrt. (Im Gegensatz dazu: der Schaukel- oder Passgang z. B. der Kamele.) Der zusätzliche Einsatz der Stöcke unterstützt und verstärkt diese natürliche Bewegung.

Funktionen von Stöcken
Stöcke haben grundsätzlich zwei verschiedene Funktionen.:

  1. Abstützende (entlastende) sowie trittsichernde Funktion
    Die Stöcke entlasten den Bewegungsapparat erheblich (s. Untersuchung Dr.Neureuther) und geben dem Körper ein Höchstmaß an Stabilität: 2 "Beine" haben immer Bodenkontakt. Aufgrund dieser Funktionen werden Stöcke beim Bergsteigen eingesetzt.
  2. "Vorschub"-Funktion
    Die Stöcke dienen dazu, sich abzustoßen und die Vorwärtsbewegung zu unterstützen. Diese Funktion haben sie beim Skilanglauf.
Stickwalking® als jahreszeiten-(schnee-)unabhängige Flachlandsportart macht sich beide Funktionen zunutze. Je nachdem was man erreichen will - nur Entlastung und Trittsicherheit oder zusätzlich Vorschub - ist die Gehtechnik und der Einsatz der Stöcke verschieden.

"Bergsteiger"-Gehtechnik:
Der Schwerpunkt liegt hier auf Abstützung d.h. Entlastung der Beine sowie auf Trittsicherheit. Wie beim Bergsteigen werden die Stöcke weitgehend senkrecht vor dem Körper aufgesetzt, in Höhe der Spitze des vorderen Fußes. Der Oberkörper ist aufgerichtet, die Arme sind abgewinkelt und schwingen aus dem Schultergelenk gleichmäßig vorwärts und rückwärts. Der Schultergürtel sollte in die Bewegung mit einbezogen werden. Die Schrittlänge ist die selbe wie beim normalen Gehen.

"Langlauf"-Gehtechnik:
Hier wird Entlastung und Trittsicherheit mit Vorschub verbunden. Die Stöcke werden etwas schräger eingesetzt, etwa in Mitte zwischen den beiden Füßen. Der Oberkörper ist ganz leicht nach vorne geneigt, die Arme bleiben abgewinkelt. (Nur bei sehr niedrig eingestellten Stöcken ist der Arm in der Rückwärtsbewegung fast gestreckt.) Die Armbewegung wird raumgreifender, die Schritte werden entsprechend etwas länger (diese Technik geht in Richtung Nordic Walking).

Zwischen den beiden Techniken gibt es gleitende Übergänge: Jede/r soll anhand des je individuellen Gesundheitszustandes und der Kondition selbst entscheiden, welche Gehweise ihr/ihm am angenehmsten ist. Grundsätzlich kann man bei Stickwalking® nichts falsch machen, so lange man sich dabei wohl fühlt. Der Maßstab hierfür ist der eigene Körper.

Trainingsaufbau:
  • Einstieg: 2 bis 3 mal pro Woche 20 bis 30 Minuten (ca. 6 Wochen)
  • Aufbau: 2 bis 3 mal pro Woche 30 - 60 Minuten, 1 mal pro Woche 60 bis 120 Minuten (ca. 6 bis 10 Wochen)
  • Aufrechterhaltung: 2 bis 3 mal pro Woche 40 bis 60 Minuten.